Mittwoch, 20. Oktober 2010

Zeuge

Ich bin Zeuge meiner Enthaltsamkeit,
während meine Füße lichterloh brennen
und die Vögel mein Herz umschließen.

Ich bin blind, das Leben verdeckt mir die Sicht,
um auch nur eine Seite der Münze zu erkennen,
so viel liegt im Verborgenen.

Was macht es schon, einen Schritt nach vorne oder Seitwärts zugehen, wenn man den Himmel beschaut, den Himmel als Ganzes.

Die Worte scheinen vergessen, gar totgeschwiegen,
wenn sie in Ferne Welten ihr Sein vertiefen.

Immer den Weg entlang,
so lange schon, weinte sie nicht mehr.
Als die Tränen zu tanzen begannen und verschwanden.

Alles kehrt einmal zurück, die Generationen, die Welt in einem Stück.

Ach könnte ich doch nur am Abgrund der Welt stehen, ich würde mich gern hinabstürzen ins Geschehen,
in die Welt, in ihr Klagen.

Die Welt würde es nicht einmal bemerken, wie unentbehrlich sich uns entbehrt.

Inzwischen weine ich Sterne und die Täler fallen wie Schnee von den Dächern der Zeit, hinab, doch sind es nur Dornen, in denen ich schlafe.













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