Mittwoch, 20. Oktober 2010

Der Mond, der seinen Schatten wirft

Ich schlafe und wandle zwischen den  Zeilen,
ich suche das Haus um mich zu Heilen.
Das Schloss des Hauses ist gebrochen,
das Siegel der Dämmerung zerstochen.
Fruchtbar sind die Bäche der stürmischen See,
tanzendes Gewässer, tanzende  Fee.

Der Mond, die Sterne, scheinen mir
das ewige Land der Ferne.
Die Nacht wird mich zur Vernunft bringen,
der Tag,  mich zum Leben zwingen.

Der Mond, der mir seinen Schatten wirft, und
seine Töne wie Federn auf Fingerspitzen hinterlässt.
Mir ein süßes Nachtgedicht,
Mond, wirf mir entgegen, nur all dein Licht.
Er muss mir die überraschende Tatsache erklären,
sich mir erklären, niemals mehr verwehren.

Ich bin die,  die in der Einsamkeit arbeitet,
die hier zu den höchsten Höhen schreitet,
Die Wurzeln meiner Gedanken in unendliche Höhen trägt,
die Anhaftung der Erde  an die Vernunft vergräbt.
Tiefe Gräben ziehen,  über all den Wipfeln ragen unsere
Gedanken empor, in die Höhe, die sich niemals  verlor.

Die Kammer der Glückseligkeit erwartet mehr von uns Freien
auf das wir das Leben nicht verneinen,  dem  Leben  frei seien.
Meine Freude wurde auf Scherben geboren, die  endlos entlang
auf dem Meer erfroren.
Geister fliegen wie Blitze an meinem Nachtgewand vorbei und
Verfolgen mich im Schlaf, schlagen meine Ruhe entzwei.
Dämonenhafte Stille im Mondschein, die Schatten klirren
mir die Ketten vor, mich zurück, meine Ruhe, mein Tor.





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