Sonntag, 24. Oktober 2010

Dichter


Dichter, reimt einander,
reimt euch Ferne, reimt euch  Nähe.
Denkt einander aus Tiefen zu Herzen.
Dichter, fühlt einander in hohe Felsen.
Besingt einander und weint euch Trauer fort.
Dichter, bereist einander, in Gedanken, in Wolken.
Dichter, seid einander, sonst hört die Welt auf zu sein.
Pflückt einander Winterblumen, die den Garten eurer Träume füllen.
Sprecht einander, den zauberhaften  Frieden der Liliensträucher.
Dichter, beschaut  einander  Schattenbilder.
Dichter, beseelt einander im  Mondschein.
Beweint einander, die Tränen des Vergessens.
Stürmt einander die Wellen der Geister frei.

Freitag, 22. Oktober 2010

Schattenkarussell

Schatten wollen entlaufen,
Schatten sind verlaufen,
sie beugen sich  dem Licht.

Schatten werfen Menschen,
Schatten drehen Wünsche,
sie drehen  Karusselle im Gewicht.

Schatten wurden gefunden,
Schatten sollen erkunden,
sie werfen Schatten ins  Gesicht.

Zänkischer Herbsttanz


Zänkischer Herbsttanz,
voll Schimmer und Blätterglanz.
Uns schöne Farben  beschert,
ach, du ahnst ja nicht, wie wirst du begehrt.

Versteckter Herbst, der sich mit Frühling schmückt,
Winter ihn meidet, Sommer ihn verzückt.
Weil Herbstblätter im Winde singen,
die Tänze ihre Bäume schwingen,
sind wir alle zu Laub geworden.

Würden die Gezeiten sehen,
würden sie sich im Grabe drehen.
Würden Blätter einander verstehen,
würden sie tanzend durch Herbste gehen.

Der Herbst der seine Blätter sticht,
der Tanz, der ins sich selbst zerbricht,
beim Wechsel der wehenden Fahnen.

Der Weg wird diktiert,
kommende  Steine philosophiert,
im Freudentanz der Brückenpfeiler.


Donnerstag, 21. Oktober 2010

Mit Worten Reisen

Mit Worten Reisen ,
nach träumend stillen Wellen greifen,
erhebt sich dir der Zug mit fühlenden  Gleisen.
Wir gehen Reisen, sind ewige  Verdammte,
erhabene  Treue,  sind dir stille Verwandte.

Mit Güte Wörter treiben,
in Verse in schillernden Strophen,
dass sie Satz um Satze  kleiden.
Leben, das  aus Früchten springt,
erhabenes Leben, sich  Leben singt.

Nadelöhre

Träume, die durch Öhre passen,
spielende Kinder, heim lassen,
finden in dem Gleichnis die Natur.

Nadeln, die in die Fremde ziehen,
den  Vögeln  ihre Herzen liehen,
finden im Meer ihre Tränen.

Wort Diktatur

Wort Diktatur

Ich sehe schon, euch fehlt die Wort Diktatur,
in eurer neidbehafteten Ablehnung, seid ihr recht Stur.
Wort Diktatur gibt euch die Verse und Strophen vor,
so gelangt  ihr niemals an mein Seelentor.
Weil euch die Größe und Tiefe des Meeres fehlt,
ihr mir aus Neid und Zorn, Möglichkeiten stehlt.
Durch eure eigene Unzulänglichkeit,
verwandelt ihr etwas Göttliches in Feindseligkeit.
Ich sage euch den Kampf an, auch wenn ich dafür
mein Leben nahm, mein Leben an euch verschwende,
warte ich auf die große lyrische Wende,
mit mir und nur durch mich wird sich die Sprache
neu erfinden, schlechte Lyrik und Gossendreck
schnell verschwinden, sie werden verstummen,
ich werfe euch mit meiner Diktatur in Brunnen.
Ich gebe den Ton an mit meiner Musik in Worten,
öffne euch die tiefen meiner diktatorischen Pforten.
Ich bin die wörtliche Provokation, ebne euch den Boden,
kommt raus aus eurer Isolation.
Stellt euch meinen Worten mit Würde,
ich zerrede  alle Kritiker mit ihren Hürden,
in denen sie sich selbst spiegeln, mit meiner Wort
Diktatur, festgehalten mit göttlichen Siegeln.
Seht ihr, wohin mich euer Zorn nur treibt?
Ich schreibe so lange, bis ihr euch meine
Wort Diktatur endlich einverleibt.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gedichte: Früher sind wir noch über die Felder gelaufen

Gedichte: Früher sind wir noch über die Felder gelaufen: "Meine Erde bedeckt mich, mit einem Pflaster der Feigheit. Den Sinn mit meinem Herzen glätten, das Licht der Nacht, in das Wasser der Träum..."

Anne-Marie Balan

Es ist früh, frühe Stunde, früh am Morgen, früh in der Nacht, ich kann mich nicht entsinnen,  wann  bin ich das letztemal erwacht?! Meine Glieder wollen sich nicht erheben, sie wollen unter der Decke schlafen, weiter schweben, in den Träumen der vergangenen Stunde.  Aber ich muss aufstehen, dass Leben beginnt heute neu, ein Neuer Tag, ein neues Glück. Der neue Tag, nach ihm richtet sich mein Herz, mein Gemüt, mein Sinn! Müde schlage ich die Decke zur Seite, müde richte ich mein Gesicht durch den Raum, müde schleiche ich sanft zum Fenster  um einen Blick nach draußen zu schauen. Ich sehe Blätter fallen, auf meinen Grund, auf meine Straße, Blätter, die durch die Lüfte fliegen, wie Federn, wie leise Elfen, sie sind einander so verschwiegen. Sie färben sich, es wird Herbst, schön sind die Farben, schön ist der Tag, denn es regnet, ich mag den Regen, er flüstert, flüstert Tropfen, sie flüstern sich auf meine Hand, die ich ihnen entgegen Strecke. Ich schlafe gerne bei offenem Fenster, so bleibe ich ein Teil der Welt, auch wenn ich mich vor ihr verschließe.  Mein Kleiderschrank wirft mir mein Kleid entgegen, mein Kleid, das ich heute tragen werde. Eine Hose, ein Pullover, ein Paar Socken, Unterwäsche, was brauche ich mehr zum Leben?! Schuhe vielleicht noch, ja, sie tragen! Im Spiegel sehe ich mich kleiden, den Spiegel möchte ich meiden, Morgenlicht, erwache. Wie spät ist es? Wie spät geworden? Was sagt mir die Uhr? Sie antwortet mir im Zeiger, sie zeigt mir die Stunde, die Sekunde, wenige Minuten habe ich noch, um mich zu beeilen, um in mir zu verweilen. Der Wecker klingelt, zu spät, denn auf bin ich schon, wach ist mir nicht zu Mute. Langsame Schritte wage ich aus dem Raum, aus meinem Zimmer, mehr, dort, bin ich immer. Wage den Schritt in mein Badezimmer, reinwaschen vom Schlaf, von der Nacht, um neu zu starten, in den Tag. Das Wasser ist kalt, mein Leib nicht warm genug um dem Gefühl gelassen entgegen zu treten. Der Waschlappen stellt seine Fasern auf und beginnt einen langsame Tanz auf meiner Haut, wischt den Schmutz hinweg, richtet sich auf. Ich verlasse das Badezimmer um in die Küche zu gehen, Hunger, ich habe Hunger, ich muss etwas zu mir nehmen. Ein  Ei, ein Stück Toast, ein Glas Mich, dass müsste meinem Magen genügen.  Was sagt die Uhr? Ich bin spät dran, muss jetzt gehen, in die Welt hinaus. Es hört zu regnen auf, die Sonne versucht ihre Strahlen durch die Bäume zu werfen, mühselig gelingt ihr der Wurf, meine Schritte auf den Pflasterstein gesetzt, nacheinander reihen sich die Füße in den Alltag ein. In das Alltägliche Leben geworfen, folgen meine Schritte dem Sinn. Wer hat mich gerufen? Ich muss mich beeilen, die Zeit drängt mich dahin. Zur Arbeit werde ich gerufen, Menschen, die nach mir suchen, ich muss vollenden, was ich einen  Tag davor begann. Die Sonne stört mich nicht mehr, der Tag kann so auch funktionieren, einen Schritt weiter,  das Auto rafft mich dahin.  Es fuhr in mich hinein und nahm mich mit, dahin. Wo ist die Zeit hin? Wo bin ich? Warum so schnell? Was habe ich getan? Warum hat es mich, warum mich jetzt? Es gibt einen Höheren Sinn!





Aber du verspätest dich

Vögel fallen, wie Regen auf deiner Lippen Segen.
Oh welch unbedachte Tat, welch endlos schimmernder Schein, welch unerklärliches Sein, das die Nacht zum Tage macht.

Seele, Seele aus Glas,
so rein, aus der ich las, wie eine Uhr in einem leeren Zimmer, fängt das Nichts zu denken an,
denkt, fünf Treppen hinauf, überzieht die Oberfläche mit einem Stoff unserer Träume.

Unsere Hände haben sich unterschiedlich entwickelt, aufeinander zu.

Oh, du bist aus unendlichen Höhen in mich hinein gestürzt und auf meinem Grunde zerschlagen.
In mein Kleid hinein gegossen.
Oh, doch lerne ich dein Gesicht von innen zu sehen,
so zieh dein Leben an, wenn ich uns nach Hause denke.

Sieh, die Plätze, verschwinden, sind gemalt, auf Seide.
Lichtgrün, ein Rot, das nicht zu halten ist.
Alles stimmt, alles gilt, aber du verspätest dich!






Das Fenster der Wahrheit


Die Unantastbarkeit,
verziert das Ich der Schönheit,
nicht weit gefehlt, verachtet nicht die Freizügigkeit der Melodie, wie sie erklingt, so lieblich und ihre Traurigkeit ist wie ein Schleier, der umhüllt, umhüllt, die Schönheit des Ich´s. 

Das Dasein, ist wie die Kunst der Vögel, rückwärts zu fliegen, wie Gedanken, die in ihrer alten Form erscheinen, wie die Sonne, die glüht, wie das Vermächtnis, das sich teilt, wie die Vernunft, die sich spaltet.

Sie gestallten in freien Zügen, den freien Raum der Gedanken, den sie brauchen, um sich zu entfalten.
Der Wille ist umstritten, der Weg geläufig, der Klang ist wach, der Gang ist schwer, die Türen noch geschlossen.

Die Strecke zurückgelegt,
den Hunger gestillt, der Verstand klar, Kälte nah er steht, zur Wärme.

Schnee, der auf Flügeln fliegt, der Tau am Fenster der Wahrheit,
ist das Wasser auf das wir die Brücken unserer Herzen bauen.








Der Mond, der seinen Schatten wirft

Ich schlafe und wandle zwischen den  Zeilen,
ich suche das Haus um mich zu Heilen.
Das Schloss des Hauses ist gebrochen,
das Siegel der Dämmerung zerstochen.
Fruchtbar sind die Bäche der stürmischen See,
tanzendes Gewässer, tanzende  Fee.

Der Mond, die Sterne, scheinen mir
das ewige Land der Ferne.
Die Nacht wird mich zur Vernunft bringen,
der Tag,  mich zum Leben zwingen.

Der Mond, der mir seinen Schatten wirft, und
seine Töne wie Federn auf Fingerspitzen hinterlässt.
Mir ein süßes Nachtgedicht,
Mond, wirf mir entgegen, nur all dein Licht.
Er muss mir die überraschende Tatsache erklären,
sich mir erklären, niemals mehr verwehren.

Ich bin die,  die in der Einsamkeit arbeitet,
die hier zu den höchsten Höhen schreitet,
Die Wurzeln meiner Gedanken in unendliche Höhen trägt,
die Anhaftung der Erde  an die Vernunft vergräbt.
Tiefe Gräben ziehen,  über all den Wipfeln ragen unsere
Gedanken empor, in die Höhe, die sich niemals  verlor.

Die Kammer der Glückseligkeit erwartet mehr von uns Freien
auf das wir das Leben nicht verneinen,  dem  Leben  frei seien.
Meine Freude wurde auf Scherben geboren, die  endlos entlang
auf dem Meer erfroren.
Geister fliegen wie Blitze an meinem Nachtgewand vorbei und
Verfolgen mich im Schlaf, schlagen meine Ruhe entzwei.
Dämonenhafte Stille im Mondschein, die Schatten klirren
mir die Ketten vor, mich zurück, meine Ruhe, mein Tor.





Dornenweich ist der Frieden

Dornenweich ist er, der Frieden,
mit einer Bemühung werden wir das Reich der Träume besiegen.

Durch das Dornenweich, ist die Blüte verschwunden und dahin ist er, der Frieden.

Stimmen reihen aneinander, der Verstand dringt durch die Grenzen.
Unsere Finger sind blutig von den Stichen,
doch dornenweich ist er, der Frieden.

Die Leiche trägt den Frieden, verfolgt und gefangen durch die menschlichen Triebe, was sie meinen, sei wohl Liebe,
doch dornenweich ist er, er Frieden.








In deinen Armen

Ich verweile in deinem Bild,
ach, wenn du doch längst in meinen Armen lägest
und uns die zarte Dämmerung umschließt, 
die Berge weit, Mond tief, möchte ich in dir verweilen.

Da führt es zwei Menschen zusammen, an einen Tisch,
die sich jedoch nicht greifen können, weil Welten zwischen ihnen sind.

Die Lichter beginnen singend zu schlafen, in einen Traum
der Ewigkeit, in dir, in deinen Armen,
in dir möchte ich verweilen und ruhen.

Dich halten, als gäbe es keinen Morgen, kein Gestern.
In deinen Armen könnte ich vergessen,
was nie sein wird und was immer war.

In deinen Armen, könnte mein Herz wieder erwachen,
für einen Moment.

Hörst du sie? Wie sie flüstern?
Sie flüstern das Scheitern, den Weg versperrt, bevor er begann.

Ach, Sehnsucht überkommt mich, ich möchte mich doch mit dir erheben, über all das hinaus, ich möchte mich mit dir bewegen, über unsere Arme hinaus.

Grenzen sprengen, Sehnsucht stillen, die Traurigkeit verneinen.

Doch wie kann ich das ohne dich?
Und wie mit dir?
Wenn wir das Segel nur wenden könnten, den Wind beschwören, er möge uns doch verlassen und nach Norden ziehen. Nach Norden in deine Arme.



Früher sind wir noch über die Felder gelaufen

Meine Erde bedeckt mich,
mit einem Pflaster der Feigheit.
Den Sinn mit meinem Herzen glätten, 
das Licht der Nacht, in das Wasser der
Träume getaucht.
weit, weit weg!

Der Gefangene erfreut sich seiner 
Lebendigkeit, so frei, so warm.
Die Drehscheibe der Gedanken, 
schraubt sich nach vorne, 
zurück gegangen.

Langer Tag, kurze Freunde.
Stühle rücken sich von alleine,
durch das dichte Gewühl des Waldes 
der Finsternis.

Dächer blättern sich den Hang hinab,
in den Schlag eines Fluges.
Öl, das sich die Haut entlang flüstert,
die Zeichnung der Zeit, füllt 
sich in den Farben der Vergänglichkeit.

Neue Zeitrechnung beginnt, neues Lachen,
neue Vernunft.
Wo, wenn nicht hier?!

Ein paar Zeilen noch,
vielleicht auch noch mehr, ein paar Zeilen,
in den Gedanken verwandt.

Große Hürden durchlaufen unsere Gefühle,
es schneit Feindschaft, es blüht Wehmut
in meinen Augen.
Meine Haut altert, schneller, als die Rosen ihre
Dornen verlieren.

Früher sind wir noch über die Felder gelaufen.




Im Strom der Reisenden

Im Strom der Reisenden,
während die sinnliche Zeit verschmilzt,
kehren die Herzen heim.

Die Vögel haben längst den Winter verlassen und fliegen zurück zum Meer.
Tränen verblassen, dann, wenn wir frei sind von Gefahr.

Liebe, die ihres Gleichen sucht, 
mit offenen Armen die Flügel der Zeit in den Händen hält.
Wie schön ist die Stille der Erinnerung,
wie sanft ist die Nacht.

Wir tragen einander, die schwere ohne Last,
eine Reis, den Strom, aufwärts, eine Reise, ohne Hast.

Jeden neuen Berg zu erklimmen es sich lohnt, scheint wie eine Stufe hinab, in das dunkle der Welt.

Es ist leicht, einen Schritt ohne Gedanken zu gehen, schwerer wird es, einen bedachten Schritt rückwärts zu gehen, oder bewusst auf der Stelle zu stehen.

Wir überbrücken nur die Zeit,
welche wir selbst erschufen,
und hetzen hinter unseren Illusionen her.

Wir könnten nicht ohne sie,
doch die Zeit, kann stehen.

Eine Reise, Strom abwärts, die Welt bewegt sich um mich herum, als ahne sie nichts von ihrer Vergänglichkeit, die Pflastersteine, auf denen ich meine Schritt wage, verschmelzen ineinander und weiten sich über mein Innerstes.






In den Dingen verschwunden

Was will sich berauschen,
was aus der Ferne brennt.
Lichterlohe Felsen, die ihre Höhe nennt.
In der einen Hand eine Schaufel,
die einst meine Liebe begrub.

Launenhafte Gestallten,
wurden sie, als mein Fenster beschlug.
Mein Fenster brennt lichterloh.

In der Ferne winkt mir ein Haus,
zu, und offen, entfernt es seinen Weg 
von mir, verbirgt seine Mauern hinter mir.

Die Fenster sind erloschen, meine Seele,
sie brennt.

Ein Acker voll Schaufeln, die, die
Liebenden erkennt.

Unter den Dächern, ihren Winter in den Armen trug,
sprengen sie die Grenzen, dem Ursprung entgegen,
entgegen der Geschichte,
sie beginnt.

Traum volle Wort, ein Land versinkt.
Kreisende Erde, drehendes Selbst.
Verschwinden die Stimmen oder verbringen sie Zeit?!



In tiefer Felsennacht

Felsen schieben sich vor mein Antlitz, 
wie Augen, die nicht begreifen wollen,
dass der Wind nicht mehr weht.

In tiefer Felsen Nacht, 
erhebe ich mein Haupt und werde ganz,
ganz Nacht, weil ich den Tag nicht mehr ertrug.

Schwer werden meine Glieder, sanft ruht mein Herz.
So senkt sich Stunde um Stunde, mehr doch, 
meine Augenlider. 

Ich lasse die Hoffnung zu mir kommen, 
weil ich auf dem Weg dorthin, 
meine Beine verlor.

Ich muss neue Brücken bauen,
über mein Ich und die Vernunft.
In tiefer Felsen Nacht, wo das Ende,
kein Ende hat.

Nur ein paar Zeilen heute Nacht,
ein paar Erkenntnisse, Malerei.
So ist doch mein Bild, durch mich gemacht.

Ich lasse die Sätze zu mir kommen,
Worte, wurden dem Wind entnommen.
Einen Zeugen noch, einen tiefen Schlaf
lang und ich bin wach.

Wurden wir nicht ernst geboren?
Ich habe die Nacht geschrieben, 
denn der Tag war mir zu jung.

Nein, wir wurden ernst gemacht!


Morgenröte

Ach, wie ich hier liege
und an dich denke.
Und du ahnst ja nichts von all dem, 
was mich bewegt, du bewegst!

Es vergeht keine Sekunde,
da ereilt mich ein Gedanke,
ein Gedanke an dich.

Welch Sehnsucht brennt in dir, 
welch Feuer in mir?
Welch Feuer entfacht, so endlos
sind mir die Tage,
so lieblos ist mir die Nacht.

Ohne dich, ohne dich bei mir liegen 
zu sehen, ohne deine Nähe.

Ich ertrage es kaum,
ohne dich zu atmen.
Mein Herz hat seine Seele versenkt.
Meine Gedanken weinen mich 
manchmal in den Schlaf.

Manchmal, da betrachte ich dich aus der Ferne
und spüre Mauern zwischen uns, die uns Welten
voneinander trennen.
In meinen Träumen sind wir uns so nah.

Ach, du füllst meine Sehnsucht, du stillst meinen Hunger.
Ich warte schon so lange auf dich, endlich bist du da.

Meine Schöne, meine Liebe, Rose. Du ahnst ja nicht, was du für mich bist, du ahnst nicht, wie sehr du mich bewegst.

Ich würde dir gerne meine Liebe geben, Liebe, die für uns beide reicht.

Dich tragen, ein Stück weit, Ewigkeit.
Sag, denkst du ab und an auch mal an mich?
In den Gedanken, in meinen Träumen, sind wir uns nah!




Seele erkannt

Der Tag, ist, so gar nicht, Nacht für mich
doch weint mein Herz, weint nur dich.

Meine Träume, sind, so gar nicht, wach für mich
aber meine Seele, sie liebt.

Meine Sehnsucht, ist, so gar nicht, still für mich
doch meine Hoffnung, sie gilt.

Das Leben, für mich, begann noch nicht.
doch meine Rose, sie starb.

Ich bin, noch gar nicht weit genug,
doch du bist es, der mich ertrug.

So sag, wann schwingst du mit mir?
Denn unsere Seelen haben einander bereits erkannt.
Oh welch sanfter Schlaf in Gegenwart eines 
geliebten Menschen, von einer Wendeltreppe zur nächsten
und mündet in der trügerischen Stille der Wahrheit.



Stunde die mir zum Weinen bleibt

Meine Seele ist entzwei!
Und verloren habe ich,
was ich nie besaß.
Dein Bild aus dem Spiegel gewischt,
vorbei, vorbei!

Die Schwermut trägt mich,
tausend Himmel empor,
mein Herz, mein Herz,
das dich verlor.

Dunkel ist meine Nacht 
vor der Dämmerung,
Rosenrot, meine Liebe zu dir.

Wie können wir einander noch begegnen?
Wo doch dein Herz mich nie empfand?!
Wie kann ich noch einmal lieben,
wie kann ich noch einmal sein?!

Können wir einander noch erkennen?
Oder ist der Duft des Abschiedes
bereits in uns gedrungen?
Wie soll ich dir noch begegnen,
hab dich doch nie erreicht.
Wie soll ich dich vergessen? 
Wo du doch nichts von mir weißt!
Oh du ahnst ja nicht die Stunde,
die mir zum Weinen bleibt.

Ich bin, was du nie sein wirst!
Du bist, was ich nie greifen kann!
Bin ich zu spät gewesen?
Oder warst du zu früh für uns?
Wann sind wir gegangen?
Einander, voneinander?

Träumende Stadt

Oh, Wehmut überkommt mich, wenn sich die Feder meines Herzens über die Nacht ausbreitet,
welch Sehnsucht nährt meinen Lobgesang an die Träume.

Wann verlernte ich zu schweben?
Wann? Wenn nicht diese Zeilen!
Sie, sie leben.

Grabes grün, das auf meiner Seele wächst, wandle ich nachts umher.
Träume, in meinen Gefühlen umher.
Dort ist, wo nimmer mehr!
Hier ist, wo Kleider Worte tragen!

Was rührt mein Herz noch an?
Was träumende Städte zu träumen begannen.
Habe ich das Lernen verlernt?

Oh, du fröhlicher Lobgesang, du Stadt, die zu Träumen begann.
Habe ich das Lernen verlernt? 
Oh, du fröhlicher Lobgesang, du Stadt, die zu Träumen begann.

Oh, tiefsinnige Zeit, verlebt.


Vielleicht

Meine Tränen weinen einen Tanz,
ganz frei,
Menschenleer.
Meine Freude fängt zu zittern an,
in einem Spiegelsaal der keine Schatten wirft.

Die Zeit fängt zu atmen an,
in der anmutigen Stille der Träume.
Vielleicht ist Wind über dem großen Teich,
vielleicht, vielleicht.

Kannst du das Meer sehen?
Schritte über meine Sehnsucht gehen?
Vielleicht, vielleicht.

Vielleicht renne, träume, schlafe ich,
vielleicht vielleicht.

Ich verneine, meine vielleicht, 

vielleicht, vielleicht.














Zeuge

Ich bin Zeuge meiner Enthaltsamkeit,
während meine Füße lichterloh brennen
und die Vögel mein Herz umschließen.

Ich bin blind, das Leben verdeckt mir die Sicht,
um auch nur eine Seite der Münze zu erkennen,
so viel liegt im Verborgenen.

Was macht es schon, einen Schritt nach vorne oder Seitwärts zugehen, wenn man den Himmel beschaut, den Himmel als Ganzes.

Die Worte scheinen vergessen, gar totgeschwiegen,
wenn sie in Ferne Welten ihr Sein vertiefen.

Immer den Weg entlang,
so lange schon, weinte sie nicht mehr.
Als die Tränen zu tanzen begannen und verschwanden.

Alles kehrt einmal zurück, die Generationen, die Welt in einem Stück.

Ach könnte ich doch nur am Abgrund der Welt stehen, ich würde mich gern hinabstürzen ins Geschehen,
in die Welt, in ihr Klagen.

Die Welt würde es nicht einmal bemerken, wie unentbehrlich sich uns entbehrt.

Inzwischen weine ich Sterne und die Täler fallen wie Schnee von den Dächern der Zeit, hinab, doch sind es nur Dornen, in denen ich schlafe.













Das stumme Rauschen

Das stumme Rauschen in der Ferne,
die weißen Äste der Bäume schlagen wie Flügel der Hoffnung im Winde umher.

Der Schmerz ziert das Grab meines Stolzes,
vorbei ist die Zeit, in Hoffnung versunken,
das Leben gänzlich in sich ertrunken.

Wie Rosen das Feld verzieren,
geht die Sonne mit ihrer Röte,
mein Schiff, es ist gesunken,
in die Tiefen meiner Seele hinab.


















Der Weg, der Versprach

Worüber reden wir eigentlich?!
Es wurde bereits alles gesagt!

Wenn wir beginnend, in all den Dingen,
schwingend enden, verlieren wir den Sinn.

Ich kann die Süße der Vernunft schmecken,
den modrigen Geruch des Lebens.

Nur erahnend schmecke ich die Melodie meiner Sinne,
die Stück für Stück nach Hinten verschwinden, in den Dingen.

Kreisend, nur ein Quadrat weit, das sich verliert, in Musik, die den Nebel berührt, den Tag, die Nacht,
so sanft, wie eine Brise des Glückes, das Leid begrub, in den Händen der Welt!

Wir haben aufgehört, zu hören, was unsere Augen uns zeigten, den Fluss, die See, den Dingen schweigend und still fragend entgegen treten,
wie geführt, führt sich meine Feder der Worte,
auf mein Schlachtfeld, der Worte, ohne Halt, ohne Geduld, beginnen sie zu Tanzen, durch die Stille die sie führt, an einen Weg, der seine Grenzen versprach!

Einen Flügelschlag weit

Es ist, so still geworden,
in mir und um mich herum.
Nur einen Schwalbenflug.

Es regnet Sand aus meinen Augen
und trocknet seicht die kommende Flut.

Die Verwesung glänzt,
der Zerfall triumphiert,
mörderischer Morgen,
der die Nacht regiert.
Zänkisches Selbst
und meine Langeweile ist so laut geworden,
stille Liturgie.

Ich bin mir, so schweigend, geworden.
Meine Anteilnahme, nur noch
wenige Zentimeter groß.
Bin vergesslich geblieben,
lege meine Träume in den Schoss.

Menschen werden gegangen.
Die Zeit, mit einem Feder Fall gemessen.
Sehnsucht, kommendes Vergessen.

Kristalle tropfen mir von den Händen,
nur einen Gruß weit, entfernt, senkt sich meine salzige Stimme, hinab in das Kleid der Welt.
Nur einen Flügelschlag entfernt, nur einen Feder Fall lang, süße
Melancholie



Ich habe versagt

Wann bin ich anders gewesen, zu den Dingen, die andere längst vor mir waren!?
Zeitlich zu verstehen gegeben, wie ich mir mein anders Sein bewahr.
Wann gewann ich den zeitlichen Verlust, da doch alles scheinbar in Gewände sich hüllt!?
Warum verleugnet die Lüge der Vernunft, ihren ewig schimmernden Schatten, wo es doch die Vernunft ist, die ihren Schatten wirft!?
Es sollte nichts geschehen, sobald der Stillstand innehält und das Halten an sich, in sich zusammen fällt.

Auf neue Wege, eine neue Entdeckung offenbart,
sich im Verborgenen, so sinnlich, so zart.
Ein Gedanke, für eine Rose, die in sich schon ihre Dornen offenbart.
Und wenn ich nicht beginne, zu zählen, verspricht sich mir die Gegenwart, in unerfüllte Träume, die im Verborgenen lag.
Schweige ich die Worte tot,
oder blende ich sie mit meinen Träumen, stifte Verwirrung,
die ihre Grenzen stillt.
Schwarzer Gedanke, der die Seele entstellt.

Warum versuche ich zu entschlüsseln, was sich die Weiche stellt!?
Die Weichen sind gebrochen, den Damm, er fällt, wie Brücken, ohne Gedanken, sich fest an vergangene Worte hält.

Warum umklammert das Halten sich an den Frieden!?
Ohne Existenz!
Das Kind wurde vergessen, die Straße zerfällt, sich im Fallen, während das Kind verbrennt.
Was hat sich verändert, was das anders Sein entstellt!?

Ich verpflichte mich zu zerfallen, der Sandsturm, der seinen Namen nicht kennt.
Wem soll ich verzeihen? 

Die Pause atmet, während der Mensch pausiert.
Spiele ich den Sinn des Lebens, während doch das Leben an sich zu spielen beginnt!?
Die Zeit und die Träume, mir durch die Hände rinnt.
Wir verstehen so vieles, von dem, was wir zu weinen beginnen, nicht im Geringsten, verneinen wir unsere Existenz!

Es spiegelt sich nicht der Zorn wieder, es schwindet, die Welt beginnt, sich zu erneuern, in die Zeit versinkt.
Was sind schon Jahre, wenn man einst von vorne beginnt.
Woher stammen diese Worte?
Sie führen den Sinn, verlorene Orte, verloren die Zeit.

Ich habe versagt, an mir und meiner Selbst!!



In den Höhen

Die Höhen, sind meine umgekehrten Tiefen.
Wenn ich falle, so fallen alle Dinge,
in die Höhe, sie erheben sich mit mir
im Fall.

Alles ist in mir Verwandt,
meine Welt in ihrem Wahn.
Wer? Wenn nicht ich?!
Meine Brücke führt mich in mein 
Ich hinauf, dort, wo einst mein
Ich verschwand.

Mein Herz ist zu Besuch,
es pulsiert schleichend seiner Wege.
Das Leben wurde mir als Vormund benannt.
Die Harmonie hat sich festgebissen, 
in schwelgender Fantasie.

So schließe deine Augen,
denn die Welt verbeugt sich vor dir.
Strecke deine Arme entgegen
und sie wird sanft in dir Ruhen.
Wie sieht die Welt da draußen aus
und wie in mir?













Morgenblüte

An meine Morgenblüte und ihren Duft.
An meine hoffnungslose Liebe,
die mich umarmt.
An meine Schöne Blume,
die nichts von mir Ahnt.
An meine Liebe, 
die mich verletzt.
An meine Sinne und ihren Tanz.
An meine Befreiung und ihren Stillstand.

An meine Morgenblüte
und ihren Schein.
An meinen Frieden, den ich in ihr fand.
An meine Morgenblüte und ihr Sein.
An meine Empfindung, die mich an ihr hält.

An meine Rose,
die in mir erblüht.
An den Teil an ihr, 
den ich in mir liebe.
An meinen Schmerz,
den ich lebe.
An meine Morgenblüte und ihre Art.
An meine Sorgen, die ich alleine trage.
An meine Zukunft und ihre Ungewissheit.
An mein Glück, das ich niemals fand.
An die Vergebung, dich versprach.

An dich und deine Art,
an dich diese Zeilen, die mich bewegen.

An dich, meine Morgenblüte. 
An dich und deine Art.









Rosenröte

Ich lebe den Tag,
den du mit mir teilst,
ich verweile in den Rosen,
auch wenn du mir Dornen schweigst.

Ein Stück Ferne,
ein Wink voll Traurigkeit.
Ich zeige dir den Ort meiner Seele,
ein Stück Einsamkeit.

Wenn du mich magst, 
gehst du mit mir,
in die Traurigkeit.

Hast du mich verloren?
Wonach steht dir der Sinn?
Sind wir nicht ernst geboren?
So jung, einsames Kind!








Speisequark

Tod sind die Lebenden und leben werden sie mit dem Tode.
Mit einer Hand voll Speisequark, lege ich sie hinein in den Sarg.

Die Würmer tanzen und schneiden Fratzen, oft hört man sie auch drüber schwatzen, wie sie beim Essen des Speisequarks schmatzen.

Die Würmer finden es patriotisch, die Knochen finden es jedoch idiotisch, knabbern sich durch Hose und Bein, bis in das Mark hinein.

Des Wurmes Gedankengänge, schlagen über die Strenge, doch Halt!
Nicht so ein Gedränge im Sarg, es ist doch genug da, von dem leckeren Speisequark.



Tausend Morgen

Eine Nacht, die keinen Morgen kennt.
Tausend male würde ich sterben,
tausend morgen, die deinen Namen nennt.

Meine Tränen werden von meinem Leben getragen,
mein Herz, meine Sinne jedoch, versagen.

Die Wände stützen mich,
die Wände der Gezeiten, vor dem Sturz, meiner Selbst.

Tausend Morgen lang, möchte ich verweilen,
meine Gedanken.
Tausend morgen lang, trägt es mein Gesicht, doch meine Nacht zerbricht, in tausend Teile der Dämmerung.

Tausend Morgen möchten erklingen
und die Wolken versperren mir die Sicht, in Freiheit, durch tausend morgen, mein Herz, meine Seele,
sie bricht.

Verwunschene Romane, trügerische Fehler, all das,
ist es nicht!
Verleumdungen, Anklage ihrer Selbst,
all das, gibt es nicht!

Verschwendung und Trennung, mein Leben, es vergeht.

Wie viel wir zu verlieren scheinen, wie viel wir voneinander weinen, zu erkennen meinen.
Erkennen kann ich nichts, jedoch alles!

Jedes Wort gleicht einem Tropfen, der Durst meiner Sehnsucht trocknet, ich vergaß zu trinken, wie?



Was dem Traume galt

So lass mich doch die Sterne bekleiden,
dass sie mir ihre Pracht enthüllen,
in Fülle, in unendlicher Weite,
beginnen sie einander zu flüstern, sich zu nennen,
sich zu meinen.

So lass mich doch die Federn tränken, in einen Hauch des Wollens, lass mich dir, mein, dein, schenken.

So lass mich dich gänzlich weinen, meine Tränen auffangen und dir flüstern, in einer Zeit, die keine Winde kennt.

So lass mich die Zeit halten,
das Pendel der Träume schwingen,
den Sand des Vergessens tragen.

Was bleibt uns noch?
Was wurde gestillt, was dem Traume gilt?!










Wald unter dem Kerzenwachs

Kerzenwachs, das über die Wälder der Logik fließt,
mündet im Strom der Realitäten, Kausalitäten,
sie beherrschen, die Gesetze, setzen, gezielt ihre
Punkte ab.
Wenden und lassen bewenden, sich blenden,
enden, nimmer satt von der Wahrheit, sind
sie auf der Suche nach Gedanken, Gänge,
Gesänge, gelänge, nicht das Geringste an ihr,
der suche nach dem Wald, unter dem Kerzenwachs.

Dynamik der Worte, zentrierte Ausweitung,
Ausbreitung der Grenzen, nicht in die Enge getrieben,
ineinander, miteinander geblieben, ungewöhnliche
Sprachmelodie, Symphonie des Grauens, in einer
Sternenklaren Nacht des Vertrauens, pausiert sich
der Zauber von selbst, reiht aneinander was dem Geist
entsprang, gelang, bis an die Grenzen des Waldes,
das sich unter dem Kerzenwachs vergrub.

Haben wir uns zu viel versprochen oder uns zu wenig
verlangt, ab Verlangt von den Wegen in denen wir einander
heben, über die Vernunft hinaus, in weite Wellen erheben,
leben, von vorne, bis zu Letzt, Gewinn, ohne Ende, ohne Beginn.



Aber ich bleib ganz Beethoven

Vom Chaos berührt,
hat mich das Leben,
mir vorgeführt.
Die Menschen sind mir Trauer,
meine Angst vor ihnen legt mich
auf ihre Lauer.                      
Der Mensch irrt den Affen,
hat sich selbst seine Trugbilder
erschaffen.
Vom Geiste sind wir,
Vorm Geiste fliehen wir.
Es dröhnt der Schädel,
ihm wird so elend.
Der Geist springt im Dreieck,
den weiten Sinn so elend.

Die Ehrlichkeit kommt der Verdammnis gleich,
da die Lüge nicht von uns weicht.
Wo ist nur mein Kopf hin,
wohin verschwunden?
Dem geistigen Sinn,
mit der Welt verbunden.
Aber ich bleib ganz Beethoven


Ich fühle dir Rosen als Versprechen

Zeigt den Blumen, wohin sie welken,
sie waren Dornen,  sie werden  Nelken.
Folgt den Flüssen bis zu ihren Steinen,
fühlt die Gräser, hört sie weinen.
Als würdet ihr Seife trinken,
und in Seide sinken.
Tiefe ist der Tiefen Trost,
sie beugt sich in sich
und durch euch hindurch.

Ich werde die Kraft mit dir zerbrechen,
ich fühle  dir Rosen als Versprechen











Weil Blumensonnen im Wortgedicht


Mit Worten  schreib  ich schönere  Bilder,
als ich es  jemals  mit Farbe tat.
Mit Federn füll ich eure  Schilder,
aus ihnen erfühlt  ihr meine Saat.
Weil Blumensonnen im Wortgedicht
entführt der Mond, dir dein Licht.

Ich trauere  gerne in  das  Meer,
weil meine Tränen
sich dort kleiner weinen.
Ich erwärm euch  gern die Nacht,
weil sie so gerne Sterne sticht.

Weil Blumensonnen im Wortgedicht,
sie deinen  Traum in Freiheit sperren.
Als wir lernten einander frei zu laufen,
ließen wir uns gehen.

Wir erben tiefe Blüten,
weil ihre Wurzeln dem Himmel entwachsen.
Meine  Hände  sind aus Herzen gewoben,
so tief blicken sie in die Nacht.

Das Leben lebt sich Korrektur



Das Leben lebt sich Korrektur.
Ist das Leben nicht kurzfristig genug?
Das Leben ist Herzens Wunde,
das Leben ist sich selbst Kunde.
Das Leben schwelgt in Erinnerung,
weckt sich auf, alltägliche Ernüchterung.
Mal ist sich das Leben fremd,
mal ist es sich Held.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Gedankengut

Mein Gedankengut will mich erwecken,
händeringend mir auf erlegt.
Das Geleit der Ewigkeiten,
zügelt die Kanonen der Wortgefechte
so füllt die Gewehre mit Worten, sie sollen
eure Waffen sein.

Vielleicht war die Farbe der Vergangenheit
nicht intensiv  genug, vielleicht sind die Bilder
der  Zeit nicht stark genug, um sie endlich verstehen zu können.




Fragmente einer Nacht

Das Leben als ewiges Jammertal,
der Schlaf im Schlaf, ist sich selbst die Qual.
Herr Gott, bin ich eine Unwissende,
was bin ich nur für ein Neumond,
zu lernen wohl kaum Imstande,
ist doch mein Charakter wie in Stein
geschlagen.
Wir müssen wieder das Glück
in ihre Fläche bringen,
das Volumen der Treue
erzwingen.


Der Mann

Kommt ein Mann zur Tür herein,
die Leute fragen,
wer mag das sein?

Er meint er sei der Schönheit Wort,
und verlor  den  Verstand,
am vergessenen Ort.

So müht er sich beim
Reden ab,
Leute sind gesellig,
Zeit wird ihm  knapp.

Was führt euch her mein Herr,
sie scheinen uns verwirrt,
wo kommen sie her,
ich habe mich verirrt.


An Tagen wie dieser....

An Tagen wie dieser, erträgt er sich selbst nicht mehr,
wünschte seine Seele davon, sie solle doch einfach seinen
Körper verlassen und etwas anderes tun, als ihn zu quälen.

An Tagen wie dieser, wünschte er, er wäre nicht hier,
dann könnte er woanders sein und stünde nicht neben
mir.

An Tagen wie dieser, spürt er sein Herz nicht mehr,
ihn quält die Wut und er hasst seinen Zorn so sehr.

An Tagen wie dieser, ist der Weg so weit entfernt,
unvollkommen schwer.
Er trägt schwere Steine, ach könnte er sie nur werfen,
er trägt sie auch gerne bis ans Meer.

An Tagen wie dieser kann die Sonne noch so scheinen,
der Horizont sich noch so weiten, seine schlechte Stimmung
lässt seine Augen nur noch weinen.

An Tagen wie dieser, würde er sich mit einem Beil
Zerteilen, denn er hat keine Lust mehr,
an Tagen wie dieser, mit sich selbst zu verweilen.

Zarte Spitzen brechen

Schmetterlinge erliegen ihrer Verwandlungsgier,
Hornissen fliegen sich frei, und frei sind wir.
Wie schmeckt Zukunft?
Und wie riecht nächtliche Ankunft?
Wie kann ich den Morgen in dich treiben,
die Nacht aus deinen Augen reiben?
Wie fühlt sich Morgen die Vernunft?
Wie fliegt Feinheit, wie geht  Reinheit?
Und wie fällt Freiheit in den Morgen?

Zarten spitzen,  brechen.
Bäume die Kronen nach unten
in den Himmel stechen.


Galgen

Sophie, die an dem Galgen hing,
beim Versuch sich zu befreien,
noch mehr verfing.
Sie zappelte und trampelte
auf dem Stuhl herum,
und drehte sich dabei
die Gurgel um.

Da hing sie nun am Galgen  schwingend,
die Geier flogen fröhlich singend,
das wird uns heute ein Festmahl sein,
drei Geier riefen, mein.

Doch niemand wird der Erste sein,
niemand wird sagen, sie sei mein.
Da sie der Gezeiten Opfer wird,
ehe sie der Zerfall verdirbt.





Denn er hat nie mehr als den Viertel Mond gesehen

Denn er hat nie mehr, als den Viertel Mond gesehen,
in Dornen erweicht, in Laken gehüllt, seicht,
seicht ist die Blüte der längst vergessenen Tage,
warm ist die Hand, die sich auf seine legt,
umsonst geboren, Leben im Leben gepflegt.
Wer hat ihn erfunden?

Was der Mensch erschafft, wird in Vergänglichkeit
Gehüllt.

Wurden er zu spät gefunden oder nur zu
Früh gefragt.

Wir haben uns selbst erklärt, haben uns
den Mond erklärt, die Sterne gefühlt.
Alles Gute dir, alles Gute hier auf diesem Feld.
Der Junge ist unschuldig, hineingeboren, in unsere Welt.
Wir haben ihm doch geschworen, dass wir ihn nie verlieren.

Jeder kennt den Namen des Viertel Mondes.
Jeder, der sich fragt, weiß wo er ist.
Er rennt auf die Gleise, dazwischen der Sinn.
Der Junge des Viertel Mondes fällt uns dahin.

Am Fenster krähen die Raben

Eines Morgens erwachte er,
Neben ihm lag jemand erdrosselt im Bett,
daneben lagen Kleider und ein kleines Brett.
Mit der Aufschrift, hier liege ich begraben,
sei wachsam, denn am Fenster krähen die Raben.
Er versuchte ihren Puls zu fühlen, doch sie war tot.
Er versuchte sich durch ihre Kleider zu wühlen,
doch alles was er sah, war rot.
Sie war voller Blut. Es gab doch eine Erklärung,
er  machte sich Mut.
Nichts von all dem war so, wie es zu sein schien,
nur Fantasien? Seine Gedanken, sie schrien. 
Sie wurden laut, war er das wirklich?
Er bewegte sich durch den blutigen Raum.

Er blickte auf die Uhr, es war früh am Morgen,
kennt diese Frau jemand, machte sich wer Sorgen?
Das Telefon klingelte, eine Fremde Stimme sprach ihm zu,
gib mir Acht auf die Raben, sie stehen am Fenster,
sie sind wie du.
Den Hörer legte er auf, kletterte den Schreibtisch hinauf,
verscheuchte die Raben und viel zum Fenster hinaus.
Unten am Boden gelegen, stachen sie auf ihn ein,
mit ihren Schnäbeln, legten sie die Wahrheit in ihn hinein.
In seine Hände, einen glühenden Strick.
Sein Verstand lag in Ketten, sein Leben,  nicht zu retten,
wer glaubte ihm  nur,  war er es wirklich gewesen?
Suchte weiter nach einer Spur.
Es begann zu regnen, einsam ging er durch den Park,
Freiheit war solch ein Segen, Freiheit machte ihn Stark.
Nur wie lange noch, wie lange war er  noch frei?
Wenn erst einmal die Suche nach ihm begann,
War seine Freiheit jetzt verloren, wann?
Er kehrte zurück in sein Haus,
verscharrte die Leiche, wohin nur, nur nicht raus.
Doch er konnte sie nicht hier lassen, den Notruf wählen,
nein dabei wollte er es nicht belassen, er musste also
doch in den Wald mit ihr gehen.

Er beschloss, in den Wald zu fahren,
konnte es nicht mehr ertragen, fuhr mit ihr in den
Wald hinein, um sie zu verbrennen,
hoffentlich sah ihn niemand, wird ihn keiner
erkennen, ihn beim Namen nennen.
Er übergoss die Leiche mit Benzin, und zündete sie
an, doch auf einmal fingen die Raben zu sprechen an.
Wir, sind genau wie du.
Er stolperte über einen Stein, und viel
in das lodernde Feuer hinein.
  
Die Raben riefen weiter, wir sind genau wie du,
du bist es gewesen, nun schauen wir dir zu,
du hast sie getötet, und schautest gern dabei zu.
Jetzt sind wir die Augen, denn wir sind genau wie du.