Es ist früh, frühe Stunde, früh am Morgen, früh in der Nacht, ich kann mich nicht entsinnen, wann bin ich das letztemal erwacht?! Meine Glieder wollen sich nicht erheben, sie wollen unter der Decke schlafen, weiter schweben, in den Träumen der vergangenen Stunde. Aber ich muss aufstehen, dass Leben beginnt heute neu, ein Neuer Tag, ein neues Glück. Der neue Tag, nach ihm richtet sich mein Herz, mein Gemüt, mein Sinn! Müde schlage ich die Decke zur Seite, müde richte ich mein Gesicht durch den Raum, müde schleiche ich sanft zum Fenster um einen Blick nach draußen zu schauen. Ich sehe Blätter fallen, auf meinen Grund, auf meine Straße, Blätter, die durch die Lüfte fliegen, wie Federn, wie leise Elfen, sie sind einander so verschwiegen. Sie färben sich, es wird Herbst, schön sind die Farben, schön ist der Tag, denn es regnet, ich mag den Regen, er flüstert, flüstert Tropfen, sie flüstern sich auf meine Hand, die ich ihnen entgegen Strecke. Ich schlafe gerne bei offenem Fenster, so bleibe ich ein Teil der Welt, auch wenn ich mich vor ihr verschließe. Mein Kleiderschrank wirft mir mein Kleid entgegen, mein Kleid, das ich heute tragen werde. Eine Hose, ein Pullover, ein Paar Socken, Unterwäsche, was brauche ich mehr zum Leben?! Schuhe vielleicht noch, ja, sie tragen! Im Spiegel sehe ich mich kleiden, den Spiegel möchte ich meiden, Morgenlicht, erwache. Wie spät ist es? Wie spät geworden? Was sagt mir die Uhr? Sie antwortet mir im Zeiger, sie zeigt mir die Stunde, die Sekunde, wenige Minuten habe ich noch, um mich zu beeilen, um in mir zu verweilen. Der Wecker klingelt, zu spät, denn auf bin ich schon, wach ist mir nicht zu Mute. Langsame Schritte wage ich aus dem Raum, aus meinem Zimmer, mehr, dort, bin ich immer. Wage den Schritt in mein Badezimmer, reinwaschen vom Schlaf, von der Nacht, um neu zu starten, in den Tag. Das Wasser ist kalt, mein Leib nicht warm genug um dem Gefühl gelassen entgegen zu treten. Der Waschlappen stellt seine Fasern auf und beginnt einen langsame Tanz auf meiner Haut, wischt den Schmutz hinweg, richtet sich auf. Ich verlasse das Badezimmer um in die Küche zu gehen, Hunger, ich habe Hunger, ich muss etwas zu mir nehmen. Ein Ei, ein Stück Toast, ein Glas Mich, dass müsste meinem Magen genügen. Was sagt die Uhr? Ich bin spät dran, muss jetzt gehen, in die Welt hinaus. Es hört zu regnen auf, die Sonne versucht ihre Strahlen durch die Bäume zu werfen, mühselig gelingt ihr der Wurf, meine Schritte auf den Pflasterstein gesetzt, nacheinander reihen sich die Füße in den Alltag ein. In das Alltägliche Leben geworfen, folgen meine Schritte dem Sinn. Wer hat mich gerufen? Ich muss mich beeilen, die Zeit drängt mich dahin. Zur Arbeit werde ich gerufen, Menschen, die nach mir suchen, ich muss vollenden, was ich einen Tag davor begann. Die Sonne stört mich nicht mehr, der Tag kann so auch funktionieren, einen Schritt weiter, das Auto rafft mich dahin. Es fuhr in mich hinein und nahm mich mit, dahin. Wo ist die Zeit hin? Wo bin ich? Warum so schnell? Was habe ich getan? Warum hat es mich, warum mich jetzt? Es gibt einen Höheren Sinn!
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