Mittwoch, 20. Oktober 2010

Im Strom der Reisenden

Im Strom der Reisenden,
während die sinnliche Zeit verschmilzt,
kehren die Herzen heim.

Die Vögel haben längst den Winter verlassen und fliegen zurück zum Meer.
Tränen verblassen, dann, wenn wir frei sind von Gefahr.

Liebe, die ihres Gleichen sucht, 
mit offenen Armen die Flügel der Zeit in den Händen hält.
Wie schön ist die Stille der Erinnerung,
wie sanft ist die Nacht.

Wir tragen einander, die schwere ohne Last,
eine Reis, den Strom, aufwärts, eine Reise, ohne Hast.

Jeden neuen Berg zu erklimmen es sich lohnt, scheint wie eine Stufe hinab, in das dunkle der Welt.

Es ist leicht, einen Schritt ohne Gedanken zu gehen, schwerer wird es, einen bedachten Schritt rückwärts zu gehen, oder bewusst auf der Stelle zu stehen.

Wir überbrücken nur die Zeit,
welche wir selbst erschufen,
und hetzen hinter unseren Illusionen her.

Wir könnten nicht ohne sie,
doch die Zeit, kann stehen.

Eine Reise, Strom abwärts, die Welt bewegt sich um mich herum, als ahne sie nichts von ihrer Vergänglichkeit, die Pflastersteine, auf denen ich meine Schritt wage, verschmelzen ineinander und weiten sich über mein Innerstes.






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