Dienstag, 19. Oktober 2010

Denn er hat nie mehr als den Viertel Mond gesehen

Denn er hat nie mehr, als den Viertel Mond gesehen,
in Dornen erweicht, in Laken gehüllt, seicht,
seicht ist die Blüte der längst vergessenen Tage,
warm ist die Hand, die sich auf seine legt,
umsonst geboren, Leben im Leben gepflegt.
Wer hat ihn erfunden?

Was der Mensch erschafft, wird in Vergänglichkeit
Gehüllt.

Wurden er zu spät gefunden oder nur zu
Früh gefragt.

Wir haben uns selbst erklärt, haben uns
den Mond erklärt, die Sterne gefühlt.
Alles Gute dir, alles Gute hier auf diesem Feld.
Der Junge ist unschuldig, hineingeboren, in unsere Welt.
Wir haben ihm doch geschworen, dass wir ihn nie verlieren.

Jeder kennt den Namen des Viertel Mondes.
Jeder, der sich fragt, weiß wo er ist.
Er rennt auf die Gleise, dazwischen der Sinn.
Der Junge des Viertel Mondes fällt uns dahin.

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