Sonntag, 24. Oktober 2010

Dichter


Dichter, reimt einander,
reimt euch Ferne, reimt euch  Nähe.
Denkt einander aus Tiefen zu Herzen.
Dichter, fühlt einander in hohe Felsen.
Besingt einander und weint euch Trauer fort.
Dichter, bereist einander, in Gedanken, in Wolken.
Dichter, seid einander, sonst hört die Welt auf zu sein.
Pflückt einander Winterblumen, die den Garten eurer Träume füllen.
Sprecht einander, den zauberhaften  Frieden der Liliensträucher.
Dichter, beschaut  einander  Schattenbilder.
Dichter, beseelt einander im  Mondschein.
Beweint einander, die Tränen des Vergessens.
Stürmt einander die Wellen der Geister frei.

Freitag, 22. Oktober 2010

Schattenkarussell

Schatten wollen entlaufen,
Schatten sind verlaufen,
sie beugen sich  dem Licht.

Schatten werfen Menschen,
Schatten drehen Wünsche,
sie drehen  Karusselle im Gewicht.

Schatten wurden gefunden,
Schatten sollen erkunden,
sie werfen Schatten ins  Gesicht.

Zänkischer Herbsttanz


Zänkischer Herbsttanz,
voll Schimmer und Blätterglanz.
Uns schöne Farben  beschert,
ach, du ahnst ja nicht, wie wirst du begehrt.

Versteckter Herbst, der sich mit Frühling schmückt,
Winter ihn meidet, Sommer ihn verzückt.
Weil Herbstblätter im Winde singen,
die Tänze ihre Bäume schwingen,
sind wir alle zu Laub geworden.

Würden die Gezeiten sehen,
würden sie sich im Grabe drehen.
Würden Blätter einander verstehen,
würden sie tanzend durch Herbste gehen.

Der Herbst der seine Blätter sticht,
der Tanz, der ins sich selbst zerbricht,
beim Wechsel der wehenden Fahnen.

Der Weg wird diktiert,
kommende  Steine philosophiert,
im Freudentanz der Brückenpfeiler.


Donnerstag, 21. Oktober 2010

Mit Worten Reisen

Mit Worten Reisen ,
nach träumend stillen Wellen greifen,
erhebt sich dir der Zug mit fühlenden  Gleisen.
Wir gehen Reisen, sind ewige  Verdammte,
erhabene  Treue,  sind dir stille Verwandte.

Mit Güte Wörter treiben,
in Verse in schillernden Strophen,
dass sie Satz um Satze  kleiden.
Leben, das  aus Früchten springt,
erhabenes Leben, sich  Leben singt.

Nadelöhre

Träume, die durch Öhre passen,
spielende Kinder, heim lassen,
finden in dem Gleichnis die Natur.

Nadeln, die in die Fremde ziehen,
den  Vögeln  ihre Herzen liehen,
finden im Meer ihre Tränen.

Wort Diktatur

Wort Diktatur

Ich sehe schon, euch fehlt die Wort Diktatur,
in eurer neidbehafteten Ablehnung, seid ihr recht Stur.
Wort Diktatur gibt euch die Verse und Strophen vor,
so gelangt  ihr niemals an mein Seelentor.
Weil euch die Größe und Tiefe des Meeres fehlt,
ihr mir aus Neid und Zorn, Möglichkeiten stehlt.
Durch eure eigene Unzulänglichkeit,
verwandelt ihr etwas Göttliches in Feindseligkeit.
Ich sage euch den Kampf an, auch wenn ich dafür
mein Leben nahm, mein Leben an euch verschwende,
warte ich auf die große lyrische Wende,
mit mir und nur durch mich wird sich die Sprache
neu erfinden, schlechte Lyrik und Gossendreck
schnell verschwinden, sie werden verstummen,
ich werfe euch mit meiner Diktatur in Brunnen.
Ich gebe den Ton an mit meiner Musik in Worten,
öffne euch die tiefen meiner diktatorischen Pforten.
Ich bin die wörtliche Provokation, ebne euch den Boden,
kommt raus aus eurer Isolation.
Stellt euch meinen Worten mit Würde,
ich zerrede  alle Kritiker mit ihren Hürden,
in denen sie sich selbst spiegeln, mit meiner Wort
Diktatur, festgehalten mit göttlichen Siegeln.
Seht ihr, wohin mich euer Zorn nur treibt?
Ich schreibe so lange, bis ihr euch meine
Wort Diktatur endlich einverleibt.

Mittwoch, 20. Oktober 2010