Mittwoch, 20. Oktober 2010

Aber du verspätest dich

Vögel fallen, wie Regen auf deiner Lippen Segen.
Oh welch unbedachte Tat, welch endlos schimmernder Schein, welch unerklärliches Sein, das die Nacht zum Tage macht.

Seele, Seele aus Glas,
so rein, aus der ich las, wie eine Uhr in einem leeren Zimmer, fängt das Nichts zu denken an,
denkt, fünf Treppen hinauf, überzieht die Oberfläche mit einem Stoff unserer Träume.

Unsere Hände haben sich unterschiedlich entwickelt, aufeinander zu.

Oh, du bist aus unendlichen Höhen in mich hinein gestürzt und auf meinem Grunde zerschlagen.
In mein Kleid hinein gegossen.
Oh, doch lerne ich dein Gesicht von innen zu sehen,
so zieh dein Leben an, wenn ich uns nach Hause denke.

Sieh, die Plätze, verschwinden, sind gemalt, auf Seide.
Lichtgrün, ein Rot, das nicht zu halten ist.
Alles stimmt, alles gilt, aber du verspätest dich!






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